
Das Resonanz Radar ist ein einfaches Reflexions- und Planungswerkzeug für Teams, Projekte und Organisationen. Es hilft dabei, Aktivitäten, Formate und Kontaktpunkte danach zu betrachten, wo Resonanz entsteht, wen sie erreicht und wie nah sie an der gewünschten Wirkung liegt.
Im Zentrum steht der Impact – also die Veränderung, die ihr erreichen möchtet. Die vier Richtungen des Radars eröffnen zwei zentrale Spannungsfelder:
- Publikum ↔ Team: Wirkt eine Aktivität vor allem nach außen oder stärkt sie die Zusammenarbeit und Entwicklung im Inneren?
- Analog ↔ Digital: Findet die Begegnung physisch, digital oder in einer Verbindung aus beidem statt?
Die konzentrischen Kreise können je nach Fragestellung für Wirkungsnähe, Relevanz, Intensität oder Entwicklungsstand stehen. So entsteht ein gemeinsames Bild davon, welche Maßnahmen bereits Wirkung entfalten – und wo noch Potenzial liegt.
So setzt ihr das Resonanz Radar ein
1. Wirkung definieren
Beginnt mit einer klaren Frage: Welche Wirkung möchten wir mit unserem Projekt, Angebot oder unserer Kommunikation erzielen? Formuliert den gewünschten Impact möglichst konkret und tragt ihn in die Mitte des Radars ein.
2. Aktivitäten sammeln
Sammelt bestehende oder geplante Maßnahmen, zum Beispiel:
- Veranstaltungen und Workshops
- Social-Media-Formate
- Publikationen und Newsletter
- persönliche Gespräche
- interne Meetings
- digitale Plattformen
- Kooperationen und Netzwerke
Am besten schreibt ihr jede Aktivität auf eine eigene Karte oder ein digitales Sticky Note.
3. Maßnahmen positionieren
Ordnet die Aktivitäten gemeinsam im Radar ein:
- Liegt der Schwerpunkt eher beim Publikum oder beim Team?
- Ist das Format eher analog oder digital?
- Wie nah ist die Aktivität am gewünschten Impact?
Es gibt dabei nicht immer eine eindeutig richtige Position. Entscheidend ist das Gespräch, das durch die Einordnung entsteht.
4. Muster und Lücken erkennen
Betrachtet anschließend das Gesamtbild:
- Wo häufen sich eure Aktivitäten?
- Welche Bereiche bleiben leer?
- Welche Maßnahmen liegen besonders nah am Impact?
- Gibt es Formate, die viel Aufwand verursachen, aber wenig Wirkung erzeugen?
- Sind interne und externe Wirkung ausgewogen?
- Wie gut greifen analoge und digitale Formate ineinander?
5. Konsequenzen ableiten
Leitet aus euren Beobachtungen konkrete Entscheidungen ab:
- Was möchten wir stärken?
- Was sollten wir verändern oder beenden?
- Welche Zielgruppen erreichen wir noch nicht?
- Wo braucht es neue Verbindungen?
- Welche Maßnahme bringt uns dem gewünschten Impact am nächsten?
Was das Resonanz Radar bringt
Das Tool schafft eine gemeinsame Sprache für Wirkung. Unterschiedliche Perspektiven werden sichtbar, Annahmen können überprüft und Entscheidungen nachvollziehbarer getroffen werden. Es unterstützt euch dabei,
- komplexe Aktivitäten übersichtlich darzustellen,
- blinde Flecken und ungenutzte Potenziale zu erkennen,
- Ressourcen gezielter einzusetzen,
- analoge und digitale Formate sinnvoll zu verbinden,
- interne und externe Wirkung auszubalancieren,
- Prioritäten gemeinsam festzulegen,
- Entwicklungen über einen längeren Zeitraum zu beobachten.
Wofür kann das Radar verwendet werden?
Das Resonanz Radar eignet sich unter anderem für:
- Strategie- und Visionsprozesse
- Projektstarts und Projektplanung
- Kommunikations- und Kampagnenplanung
- Teamworkshops
- Retrospektiven und Evaluationen
- Veranstaltungs- und Formatentwicklung
- Organisationsentwicklung
- Netzwerk- und Community-Arbeit
Es kann allein, im Team oder gemeinsam mit Projektpartner:innen und Zielgruppen eingesetzt werden. Besonders wertvoll wird es, wenn das Radar nicht nur einmal ausgefüllt, sondern regelmäßig aktualisiert wird. So werden Veränderungen, Lernprozesse und neue Wirkungsräume sichtbar.
Radar als PDF
Ladet euch das Resonanz Radar als druckbares PDF herunter – für den Workshop, das Whiteboard oder digital.
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